Asiatische Tigermücke

Körperliche Merkmale

Die Asiatische Tigermücke ist zwischen zwei und zehn Millimetern groß. Sie ist auffällig schwarz-weiß gemustert. An ihrem Kopf verläuft mittig eine helle Linie aus eng nebeneinander liegenden Schuppen, die am oberen Ende der Brust weitergeht.
Ihr Stechrüssel hat eine dunkle Farbe und ihre hellen, transparenten Flügel haben an der Vorderkante einen weißen Punkt. Die männlichen Tigermücken sind rund zwanzig Prozent kleiner als die Weibchen. Ihre Fühler sind deutlich buschiger und die Palpen länger als der Stechrüssel, während diese bei den Weibchen deutlich kürzer sind. Auch sind die Füße der Hinterbeine der männlichen Tigermücken silbriger gefärbt.
Verbreitung und Lebensraum
Die Tigermücke ist vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten zu Hause, passt sich jedoch auch kühleren Regionen an. Ursprünglich kommt sie aus Südostasien, ist heutzutage aber auf allen Kontinenten zu finden. Diese weltweite Verbreitung erfolgte vor allem über den Seeweg, auf dem Eier, Larven und Puppen verschleppt wurden. Die Flugweite der Mücken ist nur einige hundert Meter weit und für die Ausbreitung daher nicht relevant. Die asiatische Tigermücke kommt in städtischen, vorstädtischen und ländlichen Gebieten vor, lebt vereinzelt aber auch im Wald.

Ernährung

Wie bei anderen Arten der Stechmücke ernähren sich bei den Asiatischen Tigermücke ausschließlich die Weibchen durch das Blutsaugen. Sie brauchen das Blut für die Bildung der Eier. Ansonsten decken die Mücken ihren Bedarf durch Nektar und Pflanzensäfte.

Fortpflanzung

Zur Fortpflanzung halten sich die männlichen Tigermücken häufig in der Nähe der Weibchen auf und versuchen diese zu begatten. Dabei zieht das Summen der Weibchen die Männchen an. Die Paarung erfolgt dann bei erfolgreicher Begattung im Flug. Pro Eiablagezyklus produziert das Weibchen zwischen 40 und 90 Eier, welche einzeln in kleine Wasserablagerungen abgelegt werden. So können in einem Zyklus an vielen verschiedenen Orten Eier abgelegt werden. Das Schlüpfen der Mückenlarven wird durch einen Anstieg des Wasserspiegels verursacht, zwischen Ablage und Schlüpfen können daher Tage oder auch Wochen liegen. Wie schnell die Larven sich dann entwickeln ist abhängig von der Temperatur, Nahrung und der Art, meist handelt es sich um 5 bis 10 Tage. Sobald das Larvenstadium abgeschlossen ist, entwickelt sich die Larve in einer Puppe zur ausgewachsenen Asiatischen Tigermücke.