Borneo-Orang-Utan
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Kurz erklärt
Der Borneo-Orang-Utan ist ein Menschenaffe mit langem, rotbraunem Fell, der nur auf der Insel Borneo in Südostasien lebt. Er verbringt die meiste Zeit in den Bäumen, frisst vor allem Früchte und baut sich fast jede Nacht ein neues Schlafnest. Orang-Utan-Mütter bekommen nur alle paar Jahre ein Junges und kümmern sich sehr lange darum. Weil Wälder verschwinden und Orang-Utans getötet werden, ist die Art vom Aussterben bedroht.
Steckbrief
| Wissenschaftl. Name | Pongo pygmaeus |
|---|---|
| Abstammung |
|
| Körpergröße | Werte für Orang-Utans allgemein: Männchen im Mittel etwa 97 cm, Weibchen etwa 78 cm |
| Körpergewicht | Wild lebende Weibchen 36 bis 54 kg, Männchen 77 bis 100 kg; in Zoos meist 23 bis 45 kg schwerer |
| Ernährung | Vor allem Früchte (etwa 61 % der Nahrung), außerdem Knospen, Blüten, junge Blätter, Rinde, Termiten, Ameisen, Pilze, Honig und Vogeleier |
| Lebenserwartung | Mittlere Lebenserwartung (Median) der Männchen etwa 27 Jahre; einzelne Orang-Utans werden in freier Wildbahn 50 bis 60 Jahre alt |
| Sozialverhalten | Weitgehend Einzelgänger: Weibchen ziehen mit ihren Jungen umher, erwachsene Männchen meist allein; an großen Fruchtbäumen treffen sich mehrere Tiere |
| Herkunft | Borneo (Südostasien) |
| Verbreitung | Nur auf Borneo: Kalimantan (Indonesien) sowie Sabah und Sarawak (Malaysia); Tieflandregenwälder und Torfsumpfwälder, nicht über 1.000 m Höhe Asien |
| Entdeckung | Erstbeschreibung 1760 durch Linnaeus |
| Gefährdung | CR Vom Aussterben bedroht (Rote Liste der IUCN, 2024) |
| Sonstiges | Seit 2001 gilt der Borneo-Orang-Utan als eigene Art, seit 2017 werden drei Orang-Utan-Arten unterschieden (Borneo, Sumatra, Tapanuli). Der Handel mit Orang-Utans ist nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) verboten. |
Der rote Menschenaffe von Borneo
Der Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus) ist ein großer Menschenaffe aus Südostasien. Er lebt nur auf Borneo, der drittgrößten Insel der Welt. Die Insel teilen sich drei Staaten: Zu Indonesien gehören die Provinzen von Kalimantan, zu Malaysia die Bundesstaaten Sabah und Sarawak, dazu kommt das kleine Sultanat Brunei.
Orang-Utans sind die größten Säugetiere, die vor allem in Bäumen leben. Unter den Menschenaffen leben sie außerdem am stärksten als Einzelgänger. Der Name „Orang-Utan“ stammt aus dem Indonesischen und Malaiischen und bedeutet „Mensch des Waldes“.
Drei Arten: Borneo, Sumatra und Tapanuli
Lange galten alle Orang-Utans als eine einzige Art. Erst 2001 wurden der Borneo-Orang-Utan und der Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii) als getrennte Arten anerkannt. 2017 beschrieb ein Forscherteam eine dritte Art: den Tapanuli-Orang-Utan (Pongo tapanuliensis) aus dem Waldgebiet Batang Toru im Norden Sumatras, südlich des Tobasees.
Erbgutanalysen zeigten Überraschendes: Die Vorfahren des Tapanuli-Orang-Utans trennten sich schon vor etwa 3,4 Millionen Jahren von den Orang-Utans nördlich des Tobasees. Borneo- und Sumatra-Orang-Utan gingen dagegen erst vor rund 674.000 Jahren getrennte Wege.
| Merkmal | Borneo-Orang-Utan | Sumatra-Orang-Utan | Tapanuli-Orang-Utan |
|---|---|---|---|
| Heimat | Borneo | Norden Sumatras | Batang Toru (Sumatra) |
| Fell | grob und lang, orange, braun oder kastanienbraun | heller rot, länger | zimtfarben, krauser |
| Körperbau | kräftiger | schlanker, längeres Gesicht | schlank |
| Bart | Weibchen ohne Bart | beide Geschlechter mit langem Bart | auch Weibchen mit Bart |
| Bestand | etwa 70.000 bis 100.000 | etwa 13.800 | etwa 800 |
Ganz sicher lassen sich Borneo- und Sumatra-Orang-Utan nur an ihren Chromosomen unterscheiden. Im Aussehen gibt es aber Hinweise: Männchen vom Borneo-Orang-Utan haben einen großen, herabhängenden Kehlsack und deutlich größere Backenwülste als ihre Verwandten auf Sumatra. Ihre Backenwülste sind mit kurzen, borstigen Haaren besetzt.
Aussehen und Körperbau
Der Körper des Borneo-Orang-Utans ist ganz auf das Leben in den Bäumen eingestellt:
- Arme: Sie sind viel länger als die Beine.
- Hände und Füße: Beide können greifen. Die langen, gebogenen Finger und Zehen wirken beim Klettern wie Haken.
- Fell: Lang, grob und rötlich bis braun. Neugeborene haben ein rosa Gesicht, das mit dem Alter dunkelbraun bis fast schwarz wird.
- Schwanz: Orang-Utans haben keinen sichtbaren Schwanz.
Größe und Gewicht: Männchen und Weibchen sind sehr verschieden. Für Orang-Utans allgemein gilt: Männchen messen im Mittel etwa 97 cm und wiegen etwa 87 kg, Weibchen messen etwa 78 cm und wiegen etwa 37 kg. Wild lebende Weibchen wiegen 36 bis 54 kg, wild lebende Männchen 77 bis 100 kg. In Zoos werden Orang-Utans meist 23 bis 45 kg schwerer, weil sie regelmäßig gutes Futter bekommen.
Backenwülste und Kehlsack: Ausgewachsene Männchen haben eine tiefe Brust, viel längeres Fell als die Weibchen und meist große Backenwülste im Gesicht. Der Kehlsack verstärkt ihre lauten Rufe. Nicht jedes Männchen bekommt Backenwülste: Ein starkes, voll ausgewachsenes Männchen in der Nähe kann diese Entwicklung bei anderen Männchen bremsen. Fortpflanzen können sich Männchen ohne Backenwülste trotzdem, und zwar genauso erfolgreich.
Fortbewegung: Orang-Utans können sich Hand über Hand durch die Äste schwingen. Meist klettern sie aber vorsichtig und verteilen ihr Gewicht auf mehrere Äste. Am Boden laufen sie auf allen vieren und stützen sich dabei auf die Fäuste, nicht auf die Fingerknöchel wie Gorillas und Schimpansen.
Verbreitung und Lebensraum
Borneo-Orang-Utans gibt es nur auf Borneo. Sie leben im indonesischen Kalimantan sowie in Sabah und Sarawak in Malaysia. Im Norden Sarawaks und in Brunei fehlen sie. Die drei größten Bestände leben in Kalimantan.
Lebensraum: Orang-Utans bewohnen tropische Regenwälder im Tiefland. Die wichtigsten Waldtypen auf Borneo sind Torfsumpfwälder und Tieflandwälder mit Flügelfruchtbäumen (Dipterocarpaceen), die als wertvolles Holz gefällt werden. Am dichtesten leben Orang-Utans dort, wo verschiedene Waldtypen nebeneinander liegen und das ganze Jahr über viel Futter wächst, etwa in Sumpfwäldern im Tiefland. In Wäldern über 1.000 m Höhe kommen sie nach bisherigem Wissen nicht vor.
Zersplitterte Bestände: Flüsse, große Straßen und waldfreie Flächen trennen die Tiere in viele Teilgebiete. Von 64 solcher Gebiete haben nur noch 38 mehr als 100 Orang-Utans. Kleinere Bestände gelten auf Dauer als nicht überlebensfähig.
Ernährung
Borneo-Orang-Utans sind vor allem Früchtefresser. Früchte machen etwa 61 % ihrer Nahrung aus. Außerdem fressen sie:
- Knospen, Blüten und junge Blätter
- Rinde, Pflanzensaft, Lianen und Orchideen
- Termiten, Ameisen und Raupen
- Pilze, Honig und Vogeleier
Fruchtjahre: In den Regenwäldern Borneos tragen viele Bäume nur alle 2 bis 10 Jahre gleichzeitig Früchte. In solchen Zeiten fressen sich Orang-Utans richtig satt und legen Fettreserven an. In mageren Zeiten weichen sie auf Rinde, Blätter und andere Pflanzenteile aus.
Gärtner des Waldes: Mit ihrem Kot verteilen Orang-Utans die Samen der Früchte, die sie gefressen haben. So helfen sie, dass neue Bäume wachsen.
Werkzeuge: Sumatra-Orang-Utans benutzen in freier Wildbahn häufig Werkzeuge, etwa Stöcke zum Öffnen von Früchten. Bei Borneo-Orang-Utans sieht man das nur selten.
Verhalten und Lebensweise
Orang-Utans sind tagaktiv. Morgens verlassen sie ihr Schlafnest und fressen zwei bis drei Stunden lang. Über Mittag ruhen sie, am späten Nachmittag ziehen sie weiter. Am frühen Abend bauen sie ihr Nachtlager. Am Tag legen Orang-Utans zwischen 90 und 3.050 m zurück, im Mittel etwa 790 m.
Jede Nacht ein neues Nest: Aus Ästen und Blättern bauen Orang-Utans hoch in den Bäumen ein Schlafnest. Meist schlafen sie jede Nacht in einem frischen Nest, manchmal benutzen sie ein älteres noch einmal.
Einzelgänger mit Nachbarn: Erwachsene Männchen und Jungtiere, die schon selbstständig sind, ziehen meist allein umher. Weibchen sind mit ihren Jungen unterwegs. Junge Weibchen lassen sich oft in der Nähe ihrer Mutter nieder. Junge Männchen wandern dagegen weit weg. In den Torf- und Sumpfwäldern Borneos sind die Streifgebiete der Weibchen 3,5 bis 6 km² groß, die der Männchen deutlich größer. Hängen große Bäume voller Früchte, treffen sich dort mehrere Orang-Utans und fressen gemeinsam.
Öfter am Boden: Auf Sumatra leben Tiger, die Orang-Utans gefährlich werden. Vermutlich kommen Sumatra-Orang-Utans deshalb selten auf den Boden. Auf Borneo gibt es keine großen Raubkatzen, die Orang-Utans jagen. Borneo-Orang-Utans sieht man darum öfter am Boden.
Verständigung: Orang-Utans verständigen sich viel über Gesichtsausdrücke und Körpersprache. Männchen mit Backenwülsten stoßen einen tiefen, langen Ruf aus, der im Kehlsack widerhallt und über einen Kilometer weit zu hören ist. Damit locken sie Weibchen an und warnen andere Männchen.
Fortpflanzung und Nachwuchs
Orang-Utans haben keine feste Paarungszeit. Ihre Fortpflanzung ist extrem langsam:
- Erstes Junges: Wild lebende Weibchen bekommen ihr erstes Junges meist mit 14 bis 15 Jahren.
- Tragzeit: je nach Quelle etwa siebeneinhalb bis neun Monate
- Anzahl: meist ein Junges, Zwillinge sind selten
- Säugezeit: Junge können bis zum Alter von 6 bis 7 Jahren Milch trinken.
- Abstand zwischen zwei Geburten: bei Orang-Utans meist 7 bis 9 Jahre, beim Borneo-Orang-Utan etwas kürzer als beim Sumatra-Orang-Utan
- Junge im ganzen Leben: nur etwa 4 bis 5
Partnerwahl: Männchen mit Backenwülsten rufen laut und warten, bis ein paarungsbereites Weibchen zu ihnen kommt. Jüngere Männchen ohne Backenwülste streifen dagegen weit umher und bedrängen Weibchen, manchmal mit Gewalt. Weibchen suchen sich bevorzugt ausgewachsene Männchen als Partner. Mehrere Tage oder Wochen ziehen Männchen und Weibchen dann gemeinsam umher.
Aufwachsen: In den ersten vier Monaten hat das Junge ständig Körperkontakt zur Mutter. Bis zum Alter von etwa zwei Jahren wird es getragen und schläft im Nest der Mutter. Danach unternimmt es erste kurze Ausflüge, bleibt aber in Sichtweite. Mit vier bis fünf Jahren werden junge Orang-Utans immer selbstständiger. Junge Weibchen bleiben oft bis ins Teenageralter bei der Mutter und sehen zu, wie sie jüngere Geschwister aufzieht. Kein anderes Landtier ist so lange von seiner Mutter abhängig, nicht einmal der Mensch.
Männchen: Sie sind mit 8 bis 15 Jahren geschlechtsreif. Backenwülste und lange Rufe bekommen sie meist erst mit 15 bis 20 Jahren, manche nie.
Feinde und Gefährdung
Die IUCN stuft den Borneo-Orang-Utan als vom Aussterben bedroht (CR) ein, die aktuelle Bewertung stammt von 2024. Auch Sumatra- und Tapanuli-Orang-Utan sind vom Aussterben bedroht.
Über 100.000 Tiere verschwunden: Eine Studie von Maria Voigt und Kollegen aus dem Jahr 2018 hat ausgewertet, wie viele Orang-Utans zwischen 1999 und 2015 auf Borneo verloren gingen. Dafür zählten Teams auf über 1.700 Strecken mehr als 36.000 Schlafnester. Das Ergebnis:
- Insgesamt verschwanden geschätzt rund 148.500 Orang-Utans. Die Schätzung ist unsicher und reicht von etwa 48.000 bis 252.000 Tieren. Die Forschenden gehen von mehr als 100.000 aus.
- Zwischen 1999 und 2015 war die Hälfte der Orang-Utans von Holzeinschlag, Rodung oder Plantagen betroffen.
- Wo Wald ganz gerodet oder in Ölpalm- und Papierholz-Plantagen umgewandelt wurde, gingen 63 bis 75 % der Orang-Utans verloren.
- Weil dort aber vergleichsweise wenige Tiere lebten, erklären Rodung und Plantagen nur etwa 9 % des Verlusts, rund 14.000 Tiere. Die meisten Orang-Utans verschwanden aus Wäldern, die noch stehen.
Jagd und Konflikte: Für den großen Verlust in noch vorhandenen Wäldern halten die Forschenden das Töten von Orang-Utans für die wahrscheinlichste Erklärung. Befragungen in Kalimantan ergaben, dass dort im Durchschnitt jedes Jahr 2.256 Orang-Utans gejagt oder bei Konflikten mit Menschen getötet wurden. Weil Orang-Utans sich so langsam vermehren, reicht es schon, wenn jedes Jahr etwa 1 % der fortpflanzungsfähigen Weibchen getötet wird, um einen Bestand aussterben zu lassen.
Heimtierhandel: Junge Orang-Utans sind in Südostasien als Haustiere begehrt. Für jedes Junge, das gehandelt wird, wurden ausgewachsene Tiere getötet, oft die Mutter. Der Handel mit Orang-Utans ist nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) verboten.
Wie geht es weiter? Allein durch weiteren Waldverlust könnten bis 2050 noch einmal etwa 45.300 Orang-Utans verschwinden. Jagd ist dabei nicht mitgerechnet, die tatsächliche Zahl dürfte also höher liegen.
Was hat Palmöl damit zu tun?
Auf Borneo werden Wälder in Plantagen für Ölpalmen umgewandelt. In den ersten Jahren der Studie von Voigt traf das vor allem bereits geschädigte Flächen mit wenigen Orang-Utans. Nach 2005 nahm die Umwandlung von Wäldern in Ölpalm-Plantagen aber stark zu. Mehr als die Hälfte aller verpackten Lebensmittel und viele Seifen, Kosmetika und Haushaltsprodukte enthalten Palmöl. Smithsonian's National Zoo empfiehlt deshalb, auf zertifiziertes Palmöl aus nachhaltigem Anbau zu achten. Zertifizierungen wie die des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (RSPO) und des Forest Stewardship Council (FSC) sollen Unternehmen dazu bringen, Wälder und Wildtiere besser zu schützen.
Häufige Fragen zum Borneo-Orang-Utan
Wie viele Borneo-Orang-Utans gibt es noch?
Smithsonian's National Zoo schätzt den Bestand auf etwa 70.000 bis 100.000 Tiere. Genau zählen lässt sich das kaum, weil die Tiere im dichten Wald schwer zu finden sind. Zwischen 1999 und 2015 sind nach einer großen Studie mehr als 100.000 Borneo-Orang-Utans verschwunden.
Wie groß und schwer wird ein Borneo-Orang-Utan?
Männchen werden im Mittel etwa 97 cm groß und in freier Wildbahn 77 bis 100 kg schwer. Weibchen sind mit etwa 78 cm und 36 bis 54 kg deutlich kleiner. Ihre Arme sind viel länger als die Beine.
Was fressen Borneo-Orang-Utans?
Am liebsten fressen sie Früchte, die etwa 61 % ihrer Nahrung ausmachen. Dazu kommen junge Blätter, Blüten, Rinde, Termiten, Ameisen, Honig und gelegentlich Vogeleier.
Was ist der Unterschied zwischen Borneo- und Sumatra-Orang-Utan?
Borneo-Orang-Utans sind kräftiger gebaut und haben gröberes, oft dunkleres Fell. Ihre Männchen haben größere Backenwülste und einen großen, herabhängenden Kehlsack. Sumatra-Orang-Utans sind schlanker, heller und tragen lange Bärte, auch die Weibchen. Sicher unterscheiden lassen sich die beiden Arten nur an den Chromosomen.
Wie alt werden Orang-Utans?
Laut Smithsonian's National Zoo liegt die mittlere Lebenserwartung (Median) männlicher Borneo-Orang-Utans bei etwa 27 Jahren: Die Hälfte der Männchen stirbt früher, die andere Hälfte wird älter. Einzelne Orang-Utans können in freier Wildbahn 50 bis 60 Jahre alt werden.
Ähnliche Tiere
- Sumatra-Orang-Utan - der schlankere, hellere Verwandte aus dem Norden Sumatras
- Tapanuli-Orang-Utan - die seltenste Menschenaffenart, erst 2017 beschrieben
- Orang-Utan - Überblick über die Gattung Pongo
- Nasenaffe - lebt ebenfalls nur auf Borneo
- Gibbon - schwanzloser Primat aus Südostasien, der sich mit langen Armen von Baum zu Baum schwingt
- Westlicher Flachlandgorilla - afrikanischer Menschenaffe, der vor allem am Boden lebt
Quellen
- Ancrenaz, M., Gumal, M., Marshall, A.J., Meijaard, E., Wich, S.A. & Husson, S. (2024): Pongo pygmaeus. The IUCN Red List of Threatened Species 2024
- Voigt, M. et al. (2018): Global demand for natural resources eliminated more than 100,000 Bornean orangutans. Current Biology 28: 761-769
- Nater, A. et al. (2017): Morphometric, behavioral, and genomic evidence for a new orangutan species. Current Biology 27: 3487-3498
- Orangutan - Smithsonian's National Zoo and Conservation Biology Institute
- Cawthon Lang, K.A. (2005): Primate Factsheets: Orangutan (Pongo). Primate Info Net, Wisconsin National Primate Research Center, University of Wisconsin-Madison
Größenvergleich
Mit 78 bis 97 cm gehört der Borneo-Orang-Utan zu den mittelgroßen Tieren in unserem Lexikon. Ein Fußball (22 cm) ist dagegen deutlich kleiner, während ein Kind mit 1,2 m noch etwas an Größe drauflegt. Stell dir vor: Der Borneo-Orang-Utan ist ungefähr 4-mal so lang wie ein Fußball!
Gewichtsvergleich
Ein Borneo-Orang-Utan bringt 36 bis 100 kg auf die Waage. Das ist schwerer als ein Kind (25 kg), aber leichter als ein Auto (1,5 t). Anders ausgedrückt: Der Borneo-Orang-Utan wiegt so viel wie etwa 3 Kinder.