Doktorfisch

Doktorfisch
Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

Steckbrief

Wissenschaftl. NameAcanthuridae
Abstammung
  • Ordnung: Doktorfischartige
  • Familie: Doktorfische
Körpergröße25 cm
Körpergewicht800 g
ErnährungAllesfresser
Lebenserwartung10 Jahre
SozialverhaltenGruppenbildung und Einzelgänger; variiert nach Art & Gattung
HerkunftIndischer und Pazifischer Ozean
VerbreitungIndischer und Pazifischer Ozean; weltweit als Haustier
SonstigesVom Aussterben bedroht

Körperliche Merkmale

Ihre Haut ist hart und weist kleine Schuppen auf und ihr Hauptmerkmal sind die knöchernen scharfen Skalpelle. Diese befinden sich auf der Schwanzwurzel und so werden sie auch als Chirurgenfische benannt. Bei Gefahr und zum Angriff springen die Skalpelle wie ein Klappmesser heraus. Diese werden auch Defensivwaffen genannt. Die ovalen kleinen Doktorfische haben ein kleines Maul und das ist mit scharfen Schneidezähnen bestückt. Demzufolge haben sie so einiges zur Verteidigung zu bieten. Acanthuridae, wie die Doktorfische auch heißen, stellen zwei Unterfamilien auf. So treten über 80 Arten und sechs Gattungen hervor.

Verbreitung und Lebensraum

Der Indo-Pazifik wie auch der Pazifische Ozean sind ihre Heimat und ihr Lebensraum und erstreckt sich von Japan bis nach Ostafrika. Dabei unterteilt er sein Revier in Fress- und Ruhezonen. Da es mehrere Arten gibt, leben sechs davon im Atlantik und im Persischen Golf. Dort sind sie wie z.B. im Roten Meer in Lagunen und Korallenriffen anzutreffen.

Lebensweise

Territorialverhalten

Schon von klein an verhalten sich Doktorfische sehr territorial. Damit verteidigen sie nicht nur sich selbst, sondern wehren sich gegen Fresskonkurrenten. Zum einen benötigen sie einen Unterschlupf, zum anderen eine Nahrungsgrundlage, um zu wachsen und zu gedeihen. Demzufolge werden Artgenossen und Eindringlinge verjagt. So haben Männchen mehrere und Weibchen hingegen kleinere Reviere, eben ganz nach Doktorfischart.

Ernährung

Der Doktorfisch ist ein Nahrungsspezialist und ernährt sich von tierischem Plankton in der Larvenphase. Dann stellt er seine Ernährung auf pflanzliche Kost um. Diese besteht aus zellulären Zerfallsprodukten, oder aus Detritus oder Algen. Mit ihren scharfen Zähnen weiden sie ihre pflanzliche Nahrung ab. Hin und wieder stehen auch Würmer und Krebse je nach Unterart und Gattung auf dem Speiseplan.

Fortpflanzung

Wegen der Fortpflanzung kommen ganze Schwärme von Doktorfischen zusammen. Ist dieser Akt vollzogen, suchen die Weibchen zum Ablaichen das freie Wasser auf. Dieser Prozess geschieht über die Mondphase und auch als Paar laichen die Fische ab. Häufig wird dazu die Vollmondnacht genutzt, die wiederum mit dem höchsten Gezeitenwechsel einhergeht. Durch die Gezeiten werden die Larven weit vom Riff entfernt, was die Überlebenschance erhöht. Das dient der Arterhaltung, da Doktorfische durch Fressfeinde gefährdet sind. Somit ist diese Verhaltensanpassung nichts anderes als ein Trieb, der das Überleben des Nachwuchses garantiert.

Größenvergleich

🪙1-Euro-Münze
2,3 cm
Fußball
22 cm
🧒Kind
1,2 m
🧑Erwachsener
1,8 m
🏠Haus
10 m
Doktorfisch
25 cm

Ein Doktorfisch erreicht eine Körpergröße von 25 cm. Damit passt er bequem zwischen einen Fußball (22 cm) und einen Kind (1,2 m) auf unserer Vergleichsskala. Ein Kind wäre dagegen noch rund 5-mal so groß.

Gewichtsvergleich

🪙1-Euro-Münze
7,5 g
🍫Tafel Schokolade
100 g
Fußball
430 g
🧒Kind
25 kg
🧑Erwachsener
75 kg
🚗Auto
1,5 t
🚌Schulbus
12 t
Doktorfisch
800 g

Ein Doktorfisch bringt 800 g auf die Waage. Das ist schwerer als ein Fußball (430 g), aber leichter als eine Hauskatze (4 kg).