Grasfrosch

Körperliche Merkmale

Beim Grasfrosch handelt es sich um eine Amphibie innerhalb der Gattung sowie der Familie der Echten Frösche. Die Kopf-Rumpf-Länge eines erwachsenen Tieres erreicht maximal elf Zentimeter. Allerdings werden die Weibchen aufgrund einer etwas später eintreten Geschlechtsreife manchmal noch ein bisschen größer als die Männchen.
Während ihre Körperunterseite je nach Geschlecht entweder eine helle gräuliche (bei den Männchen) oder rötliche (bei den Weibchen) Färbung annimmt, können sie an der Körperoberfläche entweder gelb, rot oder braun gefärbt sein. Dementsprechend zählt man sie auch zu den Braunen Fröschen. Vereinzelt treten außerdem unregelmäßige schwarze Flecken oder andere Musterungen auf, in einzelnen Fällen bedecken diese ihre Grundfarbe sogar fast vollständig.
Einen Geschlechtsdimorphismus gibt es insofern, dass die Vorderbeine der männlichen Frösche viel kräftiger gebaut sind als die der Weibchen. Forscher konnten feststellen, dass das im Fortpflanzungsverhalten begründet ist, da die Tiere einen Amplexus und damit eine Umklammerung durchführen. Dementsprechend müssen sich die Männchen oft tagelang auf dem Rücken der Weibchen festklammern, während die Befruchtung stattfindet.

Verbreitung und Lebensraum

Der Grasfrosch ist zu größten Teilen in ganz Europa vertreten. Hier reicht sein insgesamtes Verbreitungsgebiet vom Nordrand der iberischen Halbinsel bis hin nach Nordkasachstan. Einzig auf Irland kommen sie nicht natürlich vor, hier wurde die Art vor rund 300 Jahren künstlich durch den Menschen eingeführt. Insbesondere in Mitteleuropa zählt der Grasfrosch zu den am häufigsten vorkommenden Amphibien In freier Wildbahn.
Als Laichgewässer sucht er sich entweder stehende oder langsam fließende Gewässer aus. In erster Linie bevorzugen Grasfrösche allerdings Stillgewässer, die stark von der Sonne beschienen werden.

Ernährung

Als überwiegend nachtaktive Tiere begeben sie sich erst mit Einbruch der Dunkelheit auf die Jagd. Hier ernähren sie sich dann von Insekten, Asseln, Würmern, Spinnen und Nacktschnecken.

Fortpflanzung

Mitte bis Ende März erwachen die Tiere in Riegel aus der Winterstarre und beginnen damit, sich fortzupflanzen. Nach einem ausgeprägten Balzritual, das von verschiedenen Rufen und anderen Geräuschen, wie zum Beispiel Knurren oder Brummen, geprägt ist, erfolgt die Population am selben Gewässer, wo anschließend auch die Laich stattfindet. Die Eier der Frösche sind fast schwarz gefärbt. Nur am unteren Teil gibt es eine winzige Aufhellung. Nach wenigen Tagen beginnen die ersten Larven dann zu schlüpfen. Je nach Umgebungstemperatur kann dieser Zeitraum aber erst auch nach ein paar Wochen stattfinden.

Besonderes

Es gibt Fossilfunde des Grasfrosches, die sich in das späte Oberpliozän datieren lassen, was etwa zwei Millionen Jahren in unserer Vergangenheit liegt.