Großer Barrakuda

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Großer Barrakuda mit langem silbrigem Körper, dunklen Flecken an der Seite und spitzem Maul schwimmt über einer Hornkoralle
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Kurz erklärt

Der Große Barrakuda ist ein schlanker Raubfisch aus tropischen Meeren. Er wird bis zu 2 Meter lang, hat ein Maul voller spitzer Zähne und kann blitzschnell zustoßen. Junge Barrakudas schwimmen in Schwärmen, ältere jagen meist allein. Für Taucher ist er normalerweise harmlos, sein Fleisch kann aber giftig sein.

Steckbrief

Wissenschaftl. NameSphyraena barracuda
Abstammung
  • Klasse: Strahlenflosser
  • Familie: Barrakudas (Sphyraenidae)
  • Gattung: Sphyraena
  • Art: Großer Barrakuda
Körpergröße1,4 bis 2 m
KörpergewichtBis 50 kg
ErnährungFleischfresser: vor allem Fische, dazu Kopffüßer und manchmal Garnelen
LebenserwartungMindestens 14 Jahre, höchstes bekanntes Alter 18 Jahre
SozialverhaltenJungfische in Schwärmen, erwachsene Tiere meist Einzelgänger
HerkunftTropische und subtropische Meere
Verbreitung Indopazifik einschließlich Rotes Meer, West- und Ostatlantik; im Ostpazifik selten oder fehlend, im Mittelmeer nicht heimisch Meer
EntdeckungErstbeschreibung 1771
GefährdungLC Nicht gefährdet (Rote Liste der IUCN, 2015)
SonstigesHäufige Länge etwa 140 cm, Höchstlänge 200 cm. Großer Barrakuda kann Ciguatera-Gift enthalten.

Aussehen und Körperbau

Der Große Barrakuda sieht aus wie ein Torpedo mit Zähnen. Sein Körper ist lang und schlank und mit Schuppen bedeckt. Der Kopf ist lang und spitz, der Unterkiefer steht etwas vor. Das Maul ist groß und voller Zähne.

Farbe: Der Rücken ist bräunlich bis bläulich grau mit einem grünlichen Schimmer, die Seiten glänzen silbern und der Bauch ist weiß. Auf dem oberen Teil der Flanken tragen die Fische 18 bis 23 dunkle Querbänder, die man nicht immer gut sieht. Typisch für den Großen Barrakuda sind außerdem einzelne schwarze Flecken auf der unteren Körperhälfte. Daran kann man ihn von anderen Barrakuda-Arten unterscheiden. Junge Barrakudas haben deutlichere dunkle Querstreifen.

Zähne: Im Maul sitzen zwei Reihen rasiermesserscharfer Zähne. Außen sitzt eine Reihe kleinerer Zähne, dahinter eine Reihe größerer, dolchartiger Zähne. Die Zähne stehen dicht beieinander, sind flach und dreieckig und haben scharfe Kanten. Damit kann der Barrakuda große Beutefische in Stücke teilen.

Flossen: Auf dem Rücken hat er zwei kurze Rückenflossen, die weit auseinanderstehen. Die Schwanzflosse ist bei erwachsenen Tieren tief eingebuchtet, bei Jungfischen gegabelt. Männchen und Weibchen sehen gleich aus.

Größe und Gewicht: Viele Große Barrakudas werden etwa 1,40 Meter lang. Die größten Tiere erreichen 2 Meter und 50 kg. Der größte mit der Angel gefangene Barrakuda war 1,70 Meter lang und wog 44 kg.

Der Große Barrakuda ist die bekannteste Art aus der Familie der Barrakudas. Mehr über die ganze Familie erfährst du auf der Seite Barrakuda.

Verbreitung und Lebensraum

Der Große Barrakuda lebt in tropischen und subtropischen Meeren rund um die Welt, etwa zwischen dem 30. Breitengrad nördlich und südlich des Äquators. Sein Verbreitungsgebiet umfasst:

  • den Indischen Ozean und den westlichen und mittleren Pazifik vom Roten Meer und Ostafrika bis nach Hawaii
  • den Westatlantik von Massachusetts in den USA über die Karibik bis nach Brasilien
  • den Ostatlantik vor Westafrika, etwa von Mauretanien bis São Tomé

Im östlichen Pazifik vor Amerika ist er selten oder fehlt ganz. Im Mittelmeer ist er nicht heimisch.

Junge Barrakudas wachsen in geschützten Gewässern auf: in Mangrovenwäldern, Flussmündungen, Seegraswiesen und flachen Lagunen. Im zweiten Lebensjahr ziehen sie zu den Korallenriffen. Erwachsene Tiere leben an Riffen, in Häfen, über Seegras und auch im offenen Meer. Meist halten sie sich nahe der Oberfläche auf, in 3 bis 30 Meter Tiefe. Sie können aber bis etwa 100 Meter tief tauchen.

Ernährung

Der Große Barrakuda ist ein Raubfisch. Er frisst in jedem Alter vor allem Fische. Dazu kommen Tintenfische und andere Kopffüßer, manchmal auch Garnelen.

Zu seinen Beutefischen gehören zum Beispiel:

  • Makrelenartige Fische wie Stachelmakrelen und kleine Thunfische
  • Grunzer, Schnapper und kleine Zackenbarsche
  • Meeräschen
  • Heringe und Sardellen
  • Killifische und andere kleine Fische, die vor allem junge Barrakudas fressen

So jagt er: Der Barrakuda ist ein Lauerjäger. Oft steht er fast bewegungslos im Wasser und beobachtet seine Umgebung. Kommt ein Beutefisch nah genug, schießt er mit einem kurzen Sprint nach vorn. Dabei erreicht er Geschwindigkeiten von bis zu 58 km/h. Mit seinen scharfen Zähnen packt er die Beute oder teilt sie in Stücke.

Verhalten und Lebensweise

Große Barrakudas sind meist tagaktiv und finden ihre Beute vor allem mit den Augen. Junge Tiere schwimmen oft in Schwärmen. Ältere und große Barrakudas leben meist als Einzelgänger, manchmal findet man sie aber auch in kleinen Gruppen.

Barrakudas sind neugierig. Manchmal folgen sie Schnorchlern und Tauchern eine Weile. Das sieht bedrohlich aus, ist aber normalerweise kein Zeichen für einen bevorstehenden Angriff.

Fortpflanzung und Nachwuchs

Über die Fortpflanzung des Großen Barrakudas ist noch nicht alles bekannt. Die Fische laichen vermutlich in tieferem Wasser weiter vor der Küste. Männchen und Weibchen geben ihre Eier und Spermien dabei ins freie Wasser ab, wo die Eier befruchtet werden. Um die Eier und die Jungen kümmern sich die Eltern nicht.

Vor Florida laichen die Barrakudas vermutlich im Frühjahr. Ob es in anderen Gebieten andere Laichzeiten gibt, ist nicht genau erforscht. Geschlechtsreif werden die Tiere mit einer Länge von etwa 60 bis 66 cm. Männchen sind dann meist etwa zwei Jahre alt, Weibchen etwa vier Jahre.

Große Barrakudas werden mindestens 14 Jahre alt. Das höchste bekannte Alter liegt bei 18 Jahren.

Feinde und Gefährdung

Erwachsene Barrakudas haben nur wenige Feinde. Zu ihnen gehören große Haie, Thunfische und der Goliath-Zackenbarsch.

Die Rote Liste der IUCN stuft den Großen Barrakuda als nicht gefährdet ein (LC, Einstufung 2015). Er ist weit verbreitet. Angler schätzen ihn als kampfstarken Sportfisch, in manchen Ländern wird er auch gegessen.

Ist der Große Barrakuda gefährlich?

Für Taucher und Schwimmer: Angriffe auf Menschen sind selten. Wenn es doch zu einem Biss kommt, dann meist, weil der Barrakuda einen glänzenden Gegenstand mit einem silbrigen Fisch verwechselt. Das kann zum Beispiel ein blitzendes Tauchermesser sein. Wegen seiner scharfen Zähne kann ein solcher Biss schwere Verletzungen verursachen.

Beim Essen: Größere Gefahr geht vom Fleisch aus. Große Barrakudas können Ciguatera-Gift (Ciguatoxine) enthalten. Dieses Gift bilden winzige Algen in warmen Meeren. Kleine Fische fressen die Algen, Barrakudas fressen die kleinen Fische. So sammelt sich das Gift in großen Raubfischen an. Kochen, Braten oder Einfrieren zerstört das Gift nicht. Wer belasteten Fisch isst, bekommt Magen-Darm-Beschwerden und Beschwerden an den Nerven. Typisch ist, dass sich Kälte plötzlich heiß anfühlt. Manche Beschwerden halten wochen- bis monatelang an. In Deutschland sind solche Vergiftungen selten. Weltweit gehört Ciguatera aber zu den häufigsten Fischvergiftungen, die nicht durch Bakterien ausgelöst werden.

Besonderheiten

  • Sprinter: Beim Zustoßen erreicht der Barrakuda nach Schätzungen bis zu 58 km/h.
  • Kinderstube Mangrove: Im ersten Lebensjahr wachsen junge Barrakudas zwischen Mangroven und in Seegraswiesen auf, wo sie Deckung vor Fressfeinden finden.
  • Erkennungszeichen: Die einzelnen schwarzen Flecken auf der unteren Körperhälfte unterscheiden den Großen Barrakuda von den meisten anderen Barrakudas.

Häufige Fragen zum Großen Barrakuda

Wie groß wird ein Großer Barrakuda?

Viele Tiere werden etwa 1,40 Meter lang. Die größten erreichen 2 Meter Länge und ein Gewicht von 50 kg.

Ist ein Barrakuda für Menschen gefährlich?

Angriffe auf Menschen sind selten. Meist verwechselt der Fisch glänzende Gegenstände wie Schmuck oder ein Messer mit einem Beutefisch. Gefährlicher kann es sein, sein Fleisch zu essen, weil große Barrakudas das Ciguatera-Gift enthalten können.

Was frisst ein Großer Barrakuda?

Er frisst fast nur Fische, zum Beispiel Stachelmakrelen, Schnapper, Zackenbarsche, Meeräschen, Heringe und kleine Thunfische. Dazu kommen Tintenfische und manchmal Garnelen. Er lauert seiner Beute auf und stößt dann blitzschnell zu.

Wo lebt der Große Barrakuda?

Er lebt in tropischen und subtropischen Meeren, im Indischen Ozean, im westlichen und mittleren Pazifik und im Atlantik. Junge Tiere wachsen in Mangroven und Seegraswiesen auf, erwachsene leben an Korallenriffen und im offenen Meer. Im Mittelmeer ist er nicht heimisch, im östlichen Pazifik selten oder gar nicht zu finden.

Wie schnell ist ein Barrakuda?

Fachleute schätzen seine Höchstgeschwindigkeit auf bis zu 58 km/h. So schnell wird er bei seinen kurzen Angriffen auf Beutefische, nicht beim gemächlichen Umherschwimmen.

Wie erkennt man einen Großen Barrakuda?

Am langen, silbrigen Körper mit dem spitzen Kopf und dem vorstehenden Unterkiefer erkennt man, dass es ein Barrakuda ist. Den Großen Barrakuda verraten die einzelnen schwarzen Flecken auf der unteren Körperhälfte. Außerdem hat er zwei weit auseinanderstehende Rückenflossen und eine tief eingebuchtete Schwanzflosse.

Kann man Barrakuda essen?

Ja, in vielen Ländern wird Barrakuda gegessen. Große Tiere aus tropischen Küstengewässern können aber das Ciguatera-Gift enthalten, das sich durch Kochen nicht zerstören lässt. Deshalb gelten große Barrakudas als besonders verdächtig.

Ähnliche Tiere

  • Barrakuda - Überblick über die ganze Familie
  • Hecht - ein ähnlich schlanker Lauerjäger im Süßwasser
  • Knochenhecht - ebenfalls lang, schlank und mit spitzen Zähnen
  • Thunfisch - schneller Raubfisch und Feind der Barrakudas
  • Muräne - ein anderer Raubfisch der Korallenriffe
  • Grauer Riffhai - Jäger im gleichen Lebensraum

Quellen

Größenvergleich

🪙1-Euro-Münze
2,3 cm
⚽Fußball
22 cm
🧒Kind
1,2 m
🧑Erwachsener
1,8 m
🏠Haus
10 m
▼Großer Barrakuda
1,4 bis 2 m

Ein Großer Barrakuda erreicht eine Körpergröße von 1,4 bis 2 m. Damit passt er bequem zwischen ein Kind (1,2 m) und einen Elefanten (3,5 m) auf unserer Vergleichsskala.