Humboldt-Pinguin

Körperliche Merkmale

Der Humboldt-Pinguin ist auch unter dem Namen Brillenpinguin bekannt. Er erreicht eine Größe von bis zu 65 cm und kann ein Gewicht bis 5,9 kg auf die Waage bringen. Das Durchschnittsgewicht pro Tier beträgt allerdings 4 kg. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines solchen Pinguins liegt bei rund 16 Jahren. Der Humboldt-Pinguin lebt im Wasser. Er hat einen kurzen Schwanz und nach hinten versetzten Füßen, die einen aufrechten Gang ermöglichen. Das Gefieder der Tiere ist in zwei unterschiedlichen Schichten aufgebaut. Die erste Gefiederschicht schützt vor den äußeren Einflüssen, wie beispielsweise Wind und Wasser. Die zweite Schicht des Gefieders hingegen ist für die Wärmeisolation wichtig.

Verbreitung und Lebensraum

Die meisten Pinguine dieser Art leben an den Küsten des Pazifiks. Doch auch in Peru und in Nordchile sind sie beheimatet. Meistens leben sie auf den eher vorgelagerten Inseln, auf der 4.500 km langen Küstenregion. Die generelle Verbreitung der Tiere ist eher auf die küstennahen Gewässer zurückzuführen. Meistens folgen sie allerdings dem Humboldtstrom.

Ernährung

Wie bei allen Pinguinarten auch besteht die Nahrung des Humboldt-Pinguins hauptsächlich aus kleinen, schwarmbildenden Fischen. Diese haben meistens eine Größe von bis zu 270 mm. Tintenfische und auch Krustentiere gehören ebenfalls mit zu der Nahrung der Pinguine. In erster Linie sind es aber vielmehr Makrelen und Sardellen. Die Humboldt-Pinguine können während ihrer Jagd maximal 55 cm tief tauchen. Dabei erreichen Sie eine Schwimmgeschwindigkeit von etwa 5 km/h.

Fortpflanzung

Zweimal im Jahr brüten die Pinguine. Das erste Mal im Frühling, das zweite Mal im Herbst. Bisher konnte man jedoch feststellen, dass die Tiere die besten Bruterfolge im Herbst haben. Die Humboldt-Pinguine leben weitgehend monogam. Es kann während einer Brut jedoch zu Partnerwechseln kommen. Die Weibchen der Pinguine legen meistens nur zwei Eier, die in einer Zeit zwischen 40 und 42 Tagen bebrütet werden.
Besonderes
Leider gehören die Humboldt-Pinguine heute bereits zu den bedrohten Tierarten. Daher wurden sie schon vor langer Zeit als gefährdet eingestuft. Im Jahr 2000 wurde der Bestand der Tiere auf 3.300 bis 12.000 geschätzt. Daher variiert die Dichte der Population sehr stark. Man sagt, dass laut Zählungen aus dem Jahr 2003 fast 46.000 Tiere in Chile und Peru leben. Dort ist diese Art der Pinguine schließlich auch geschützt.