Koboldmaki

Steckbrief
| Wissenschaftl. Name | Tarsiidae |
|---|---|
| Abstammung |
|
| Körpergröße | 13 cm |
| Körpergewicht | 120 g |
| Ernährung | Fleischfresser |
| Lebenserwartung | 15 Jahre |
| Sozialverhalten | Variiert; je nachdem Einzelgänger oder Gruppenbildung |
| Herkunft | Südostasien |
| Verbreitung | Sumatra, Philippinen, Borneo |
| Sonstiges | Vom Aussterben gefährdet |
Körperliche Merkmale
Die Koboldmakis gehören zu der Familie der Primaten. Sie sind eine sehr kleine Art ihrer Gattung. Koboldmakis erreichen gerade einmal eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 16 cm. Der Schwanz der Tiere kann zwischen 13 und 28 cm lang werden. Meistens wiegen die kleinen Affen bis zu 130 Gramm. Die Zwergkoboldmakis hingegen wiegen gerade einmal 50 Gramm. Die Tiere haben ein sehr kurzes und seidiges Fell, welches überwiegend grau ist. Der Bauch der Makis ist meistens ein bisschen heller. Koboldmakis haben relativ große Hände. Auch die Hinterbeine sind stark verlängert.
Verbreitung und Lebensraum
Die meisten Koboldmakis leben in den südostasiatischen Räumen. Sumatra, die Philippinen und Borneo gehören mit zu den bekanntesten Inseln. Neben den Makaken und den Menschen selbst gehören die Koboldmakis zu den Primaten, die bereits die Wallace-Linie überschritten haben. Andere Affen kommen gerade mal bis zu Trennlinie von Borneo.
Die Makis können in einer Vielzahl von Lebensräumen zurechtkommen. Überwiegend leben sie jedoch in den tropischen Regenwäldern und in Mangroven- und Bergwäldern. Doch auch in Sumpfgebieten wurden sie bereits gesichtet. Die kleinen Makis bevorzugen das dichte Unterholz und Gebiete, in denen generell eine sehr hohe Pflanzendichte herrscht. Dort suchen sie sich gerne ihre Schlafplätze.
Territorialverhalten
Die Koboldmakis haben kein einheitliches Sozialverhalten. Sie leben meistens als Einzelgänger. Die Reviere von Männchen und Weibchen überlappen einander nicht. Die Makis gehen sogar allein auf Nahrungssuche und schlafen auch allein. Ihre Reviergröße beträgt zwischen 1 und 10 Hektar. Sie markieren ihre Reviere mit ihrem Urin und Drüsensekreten.
Ernährung
Die kleinen Primaten sind reine Fleischfresser. Daher gehören sie zu der einzigen der Gattung, die kein bisschen Pflanzen zu sich nehmen. Insekten, Käfer, Schmetterlinge und Termiten sind einer der Hauptnahrungsbestandteile der Koboldmakis. Sie fressen allerdings auch kleine Spinnen und Krabben. Ab und an können auch Wirbeltiere dabei sein.
Fortpflanzung
Man sagt, dass die Koboldmakis bestimmte Fortpflanzungszeiten haben. Dies ist für Bewohner des Regenwaldes sehr ungewöhnlich. Die Paarungszeit soll zwischen Oktober und Dezember liegen. Nach einer Tragzeit von knapp 190 Tagen bringt das Maki Weibchen ein Junges zur Welt. Aufgrund der langen Tragzeit hat sich das Junge bereits im Bauch des Weibchens sehr gut entwickeln können. Die Aufzucht der Jungen ist die Aufgabe der Weibchen.
Größenvergleich
Mit 13 cm gehört die Koboldmaki zu den kleineren Tieren in unserem Lexikon. Eine 1-Euro-Münze (2,3 cm) ist dagegen deutlich kleiner, während ein Fußball mit 22 cm noch einiges an Größe drauflegt. Stell dir vor: Die Koboldmaki ist ungefähr 6-mal so lang wie eine 1-Euro-Münze!
Gewichtsvergleich
Eine Koboldmaki bringt 120 g auf die Waage. Das ist schwerer als eine Tafel Schokolade (100 g), aber leichter als ein Fußball (430 g).