Monte-Iberia-Fröschchen

Steckbrief
| Wissenschaftl. Name | Eleutherodactylus iberia |
|---|---|
| Abstammung |
|
| Körpergröße | 1 cm |
| Körpergewicht | 1 g |
| Ernährung | Allesfresser |
| Lebenserwartung | 2 Jahre |
| Sozialverhalten | Einzelgänger |
| Herkunft | Unbekannt |
| Verbreitung | Kuba |
| Sonstiges | Vom Aussterben bedroht |
Körperliche Merkmale
Das Monte-Iberia-Fröschchen macht seinem verniedlichten Namen alle Ehre, denn es erreicht kaum mehr als zehn Millimeter Körpergröße. Damit handelt es sich hierbei um den zweitkleinsten Frosch auf unserem Planeten.
Typisch für Frösche werden die Männchen in der Regel etwas kleiner als Weibchen. Ihre Haut ist leicht runzlig, weist an der Oberseite aber keine für ihre Artgenossen typischen dorsolateralen Drüsenleisten auf. Der Kopf dieser Frösche ist genauso breit wie ihr Rumpf.
Neben einer dunkelbraunen Grundfärbung, die zeitweise auch schwarz wirkt, sind die Tiere durch knallige Linienmuster gezeichnet. Ihre Bauchseite ist in der Regel purpurfarben und weist anstelle der knallig gelben Linie eine weiße auf.
Die kleinen Frosche können Hautgifte absondern. Anatomisch sind sie in diesem Punkt genauso aufgebaut, wie Baumsteiger- bzw. Pfeilgiftfrösche. Die Toxine werden direkt durch die Haut abgegeben und dienen nicht nur zur Verteidigung vor Fressfeinden, sondern halten auch Bakterien und Pilze von ihnen fern.
Es gibt vermutlich mehrere hundert Unterarten dieser Frösche.
Verbreitung und Lebensraum
Monte-Iberia-Fröschchen kommen ausschließlich in einem kleinen Areal der Insel Kuba vor.
Sie leben zwischen Falllaub und Wurzeln. Forscher konnten feststellen, dass das von ihnen bewohnte Areal eine hohe Luftfeuchtigkeit aufweist. Das kommt durch einen besonders hohen Jahresniederschlag zustande, der mehr als 1.600 Millimeter beträgt.
Ernährung
Insekten und Wirbellose zählen zur Ernährung der Monte-Iberia-Fröschchen. Dabei fangen sie allem voran Milben und Ameisen mit ihrer klebrigen Zunge, die sie dann im Ganzen runterschlucken und oft noch lebend verdauen.
Fortpflanzung
Der Paarungsruf der Männchen ist sehr charakteristisch für die Frösche und erreicht mit 5,78 kHz eine sehr hohe Frequenz. Bei der Fortpflanzung gibt es kein Kaulquappenstadium, aus den Eiern schlüpfen daher bereits entwickelte Frösche. Diese wachsen dann nach dem Schlüpfen noch um ein paar Millimeter.
Besonders ist bei diesen Tieren, dass immer nur ein einzelnes Ei abgelegt ist. Dieses wird bis zum Schlüpfzeitpunkt vermutlich vom Muttertier bewacht, genaue Informationen hierzu gibt es aber keine.
Besonderes
Dadurch, dass sie eine so geringe Körpergröße besitzen, zählen die Monte-Iberia-Fröschchen zum Speiseplan vieler größerer Tiere. Von Vögeln über größere Frösche bis hin zu Echsen aller Art haben sie überdurchschnittlich viele Fressfeinde. Am Ende ist dies auch der Hauptgrund dafür, dass sie als kritisch vom Aussterben bedroht angesehen werden.
Größenvergleich
Das Monte-Iberia-Fröschchen ist mit 1 cm ein echtes Leichtgewicht auf der Größenskala. Selbst eine Biene (1,5 cm) überragt es um ein Vielfaches. Dafür passt das Monte-Iberia-Fröschchen bequem auf eine Handfläche — oder sogar auf einen Fingernagel!
Gewichtsvergleich
Das Monte-Iberia-Fröschchen wiegt nur 1 g — ein echtes Federgewicht! Selbst eine 1-Euro-Münze (7,5 g) bringt ein Vielfaches davon auf die Waage. Dafür ist das Monte-Iberia-Fröschchen leicht genug, um vom Wind davongetragen zu werden.