Piranha

Körperliche Merkmale

Die mittelgroßen Fische sind zwischen 15 und 40 cm lang und ihr Körperbau wirkt stämmig und sehr hoch. Seitlich dagegen sind sie schmal aber keineswegs stromlinienförmig. Sie greifen nicht blitzschnell an, im Gegenteil, sie warten in Lauerstellung ab.
Damit die Bewegungen stimmig und unter Kontrolle sind, stellt sich die praktische Verbindung mit den Flossen und der Schwimmblase dar. So kann der Piranha die Schwanzflosse bei hohen Geschwindigkeiten einsetzen und beim Verharren die Brustflossen benutzen. Die scharfen Zähne wiederum sind bei Piranhas kaum sichtbar und hinter wulstigen Lippen gut versteckt. Dabei ist der Unterkiefer gut ausgebildet und sticht markant hervor. Das verleiht den Fischen auch ihr charakteristisches Aussehen, das so manchem von uns das Fürchten lehrt.

Verbreitung und Lebensraum

Etwa 40 Arten leben im Amazonas und im Orinoko und sie sind auch in deren Nebenflüssen weit verbreitet und vertreten. Piranhas bevorzugen dunkles und saures Wasser, das in den tropischen Gewässern Südamerikas vorkommt.

Territorialverhalten

Einige Arten weisen zudem ein ausgesprochenes Territorialverhalten auf. Dazu gehört der Pygocentrus cariba, auch als Roter Schulterfleck-Piranha bekannt. Das macht diese Art zusätzlich aggressiv und unberechenbar.

Ernährung

Im Ernährungsverhalten sind die Piranhas keineswegs wählerisch. Sie nehmen sich so ziemlich jeder Nahrungsquelle an. Die Allesfresser machen daher vor wenig halt und gelten als Gesundheitspolizei und Saubermacher und verhindern so die Ausbreitung von Krankheiten und Epidemien. Damit spielen sie eine wesentliche Rolle im Ökosystem. Kranke Tiere und Aas gehören genauso auf den Speiseplan wie lebende Beutetiere. Und das können, Vögel, andere Fische, Krustentiere, Schlangen wie auch Echsen sein. Trocknen die Flüsse Ende der Trockenzeit aus, halten die Piranhas in schlammigen Lagunen nach Beutetieren Ausschau. Die Schwarmfische mit langer Rückenflosse jagen im Rudel und sind daher so erfolgreich und gerade Blut zieht sie magisch an.

Fortpflanzung

Bei der Fortpflanzung sind die männlichen Tiere gefragt, die sich den Eiern annehmen. So wird selbst das Weibchen vertrieben und jeder der dem Gelege zu nahe kommt, könnte ein gefährlicher Fressräuber sein. Diese Aufgabe nimmt das Männchen sehr erst, um seine Nachkommen sieben Tage lang vor allem und jedem zu beschützen. Sind die kleinen Piranhas dann geschlüpft, sind sie wiederum auf sich selbst gestellt.

Besonderes

Piranhas sind gar nicht so gefährlich, wie sie in manchen Filmen oder Videospielen dargestellt werden. Zum Angriff gehen diese Raubfische gegenüber Menschen nur dann über, wenn sie auf viele Meter weit Blut bemerken können oder sie keinerlei andere Nahrung antreffen. Hin und wieder kommt es in den Flüssen von Südamerika zu Bissen, aber der Mensch gehört schon durch seine Größe nicht zur klassischen Beute des Piranhas.