Bären
Bären gehören zu den größten Raubtieren der Welt. Sie leben in Europa, Asien und Amerika und haben sich an die unterschiedlichsten Lebensräume angepasst, von der Arktis bis in die Tropenwälder. Trotz ihrer Größe können Bären erstaunlich schnell rennen, und viele Arten klettern gut.
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Was sind Bären?
Bären (Ursidae) sind eine Familie der Raubtiere. Sie kommen in Europa, Asien und Amerika vor. Zu ihnen gehören bekannte Arten wie der Braunbär, der Eisbär und der Amerikanische Schwarzbär, aber auch der Große Panda und der südamerikanische Brillenbär.
Körperbau
Bären sind große, gedrungen gebaute Tiere mit relativ kurzen Beinen, einem kurzen Schwanz und einem kurzen, kräftigen Hals. Ihre Augen und Ohren sind eher klein.
Bären sind Sohlengänger: Beim Gehen setzen sie die ganze Fußsohle auf. Ihre fünf Zehen tragen lange Krallen, die sie nicht einziehen können. Im Gebiss sind die Reißzähne relativ schwach, die Backenzähne dagegen breit. Das passt zu ihrer vielseitigen Ernährung.
Europäische Braunbären können rund 300 kg wiegen, über 2 m lang und an der Schulter etwa 1,25 m hoch werden.
Verbreitung und Lebensraum
Im Mittelalter waren Braunbären in Europa weit verbreitet. Heute leben sie hier vor allem in Skandinavien, in Russland, in den Karpaten und auf dem Balkan. Gelegentlich wandern einzelne Tiere bis nach Österreich. Braunbären bewohnen große Wälder und schwer zugängliche Felsgebiete.
Lebensweise
Braunbären und die meisten anderen Bären sind Einzelgänger. Sie sind gute Schwimmer und trotz ihres massigen Körpers erstaunlich schnell. Ein rennender Bär kann einen Menschen mühelos einholen.
Ernährung
Bären sind Allesfresser und keine reinen Fleischfresser, wie oft angenommen wird. Braunbären fressen vor allem Pflanzen, Beeren und Früchte, dazu Insekten, Ameisenpuppen und Schnecken. Bekannt ist ihre Vorliebe für Honig. Auf die Jagd nach größeren Tieren gehen sie vor allem, wenn pflanzliche Nahrung knapp ist.
Es gibt aber Ausnahmen: Der Eisbär ernährt sich überwiegend von Robben und ist damit der am stärksten auf Fleisch spezialisierte Bär. Der Große Panda frisst dagegen fast nur Bambus.
Fortpflanzung
Nach der Befruchtung macht der Embryo bei Bären eine Ruhephase durch, bevor er sich weiterentwickelt. Deshalb ist die Tragzeit unterschiedlich lang. Die eigentliche Entwicklung der Jungen dauert nur wenige Wochen. Meist kommen zwei Junge zur Welt. Sie sind bei der Geburt blind, wenig entwickelt und kaum größer als Ratten.
Bären und Menschen
Bären meiden Menschen in der Regel. Gefährlich werden können sie vor allem, wenn sie gereizt oder überrascht werden oder ihre Jungen verteidigen.