Hunde
Hunde sind seit Jahrtausenden die treuesten Begleiter des Menschen. Es gibt über 300 anerkannte Rassen, vom winzigen Chihuahua bis zum riesigen Irischen Wolfshund. Alle Hunde stammen vom Wolf ab und gehören zur Familie der Hunde.
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Was ist ein Hund?
Der Haushund (Canis lupus familiaris) ist die domestizierte Form des Wolfs und gehört zur Familie der Hunde. Er ist eines der ältesten Haustiere des Menschen und heute fast überall auf der Welt verbreitet, als Familienhund ebenso wie als Hütehund, Wachhund oder Jagdbegleiter.
Wo und wann genau aus Wölfen Hunde wurden, ist in der Forschung umstritten. Früher galt Ostasien als wahrscheinlicher Ursprung, einige genetische Studien sprechen dagegen für Europa. Sicher ist: Schon vor mindestens 14.000 Jahren gab es Hunde, die mit Jägern und Sammlern zusammenlebten. Vermutlich profitierten die Tiere von deren Nahrungsresten.
Körperbau und Rassen
Kaum eine andere Tierart ist so vielgestaltig wie der Hund. Größe, Körperform, Fellstruktur und Farbe unterscheiden sich von Rasse zu Rasse enorm: Ein Chihuahua passt in eine Handtasche, eine Deutsche Dogge oder ein Irischer Wolfshund überragt dagegen viele Kinder. Gemeinsam sind allen Hunden vier Beine mit Pfoten und ein Schwanz. Die Ohren stehen je nach Rasse aufrecht oder hängen herab.
Hunde haben sehr gute Sinne. Besonders ihr Geruchssinn ist dem des Menschen weit überlegen. Deshalb werden Hunde zum Beispiel als Spürhunde oder Rettungshunde eingesetzt.
Verhalten
Hunde sind wie ihre wilden Vorfahren soziale Tiere. Im Zusammenleben mit Menschen nehmen sie ihre Familie als ihre Gruppe wahr. Über den Geruch erkennen sie, ob ein Mensch oder ein anderes Tier zu dieser Gruppe gehört. Viele Hunde bewachen ihr Revier und melden Fremde. Wie stark dieses Verhalten ausgeprägt ist, hängt von der Rasse, der Erziehung und dem einzelnen Hund ab.
Ernährung
Hunde gehören zu den Raubtieren. Fleisch ist ihre wichtigste Nahrung. Anders als der Wolf, der sich fast nur von Fleisch ernährt, können Haushunde aber auch stärkehaltige Nahrung recht gut verdauen. Das ist eine Anpassung an das Zusammenleben mit dem Menschen. Haushunde brauchen ein ausgewogenes Futter. Ihr Instinkt schützt sie dabei nicht zuverlässig vor Ungeeignetem: Manche Lebensmittel, die für Menschen harmlos sind, etwa Schokolade oder Weintrauben, sind für Hunde giftig.
Fortpflanzung
Hunde werden meist im Alter von sechs bis zwölf Monaten geschlechtsreif, große Rassen oft erst später. Die meisten Hündinnen werden etwa zweimal im Jahr läufig. Die Läufigkeit dauert meist zwei bis drei Wochen. In dieser Zeit findet der Eisprung statt und die Hündin kann gedeckt werden. Wie viele Welpen ein Wurf hat, hängt stark von der Rasse ab. Im Durchschnitt sind es etwa fünf bis sechs, bei kleinen Rassen meist weniger, bei sehr großen Rassen mehr.