Amphibien
Amphibien leben ein doppeltes Leben: Als Babys schwimmen sie mit Kiemen im Wasser, als Erwachsene atmen sie mit Lungen an Land. Zu ihnen gehören Frösche, Kröten, Salamander und Molche. Ihre Haut ist meistens feucht - austrocknen dürfen sie nicht!
27 TiereRekorde im Tierreich
U
Was sind Amphibien?
Amphibien, auch Lurche genannt, sind Wirbeltiere, die typischerweise einen Teil ihres Lebens im Wasser und einen Teil an Land verbringen. Daher kommt auch ihr Name: Das griechische Wort "amphibios" bedeutet "doppellebig". Weltweit sind über 8.000 Arten bekannt. Wie Reptilien sind Amphibien wechselwarm, ihre Körpertemperatur hängt also von der Umgebung ab.
Die drei Gruppen
- Froschlurche wie Frösche, Kröten und Unken sind die größte Gruppe. Ausgewachsene Tiere haben keinen Schwanz und oft kräftige Hinterbeine zum Springen.
- Schwanzlurche wie Salamander und Molche behalten ihren Schwanz ein Leben lang. Einige Arten wie der Axolotl bleiben sogar dauerhaft im Larvenstadium.
- Schleichenlurche, auch Blindwühlen genannt, sind beinlos und leben meist versteckt im Boden tropischer Regionen.
Haut und Atmung
Die Haut der Amphibien ist dünn, drüsenreich und nicht durch Schuppen geschützt. Über sie nehmen die Tiere Wasser und einen Teil des Sauerstoffs auf. Deshalb brauchen Amphibien eine feuchte Umgebung und dürfen nicht austrocknen. Viele Arten schützen sich mit giftigen Hautsekreten vor Fressfeinden. Besonders bekannt sind die bunten Pfeilgiftfrösche aus Südamerika, deren Farben Angreifer warnen.
Vom Laich zum fertigen Tier
Die meisten Amphibien legen ihre Eier, den Laich, ins Wasser. Daraus schlüpfen Larven, die mit Kiemen atmen. Bei Fröschen und Kröten heißen sie Kaulquappen. In einer Verwandlung, der Metamorphose, bilden sich Beine und Lungen aus, und bei Froschlurchen verschwindet der Schwanz. Danach können die Tiere an Land leben. Im Frühjahr wandern viele Kröten und Frösche zu ihren Laichgewässern zurück, oft zu genau dem Gewässer, in dem sie selbst geschlüpft sind.
Stark gefährdet
Amphibien gehören zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen der Welt. Gründe sind der Verlust von Feuchtgebieten, Straßenverkehr, Pestizide, der Klimawandel und gefährliche Pilzkrankheiten. In Deutschland stehen alle heimischen Amphibienarten unter besonderem Schutz.