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Spinnen

Spinnen haben acht Beine, damit unterscheiden sie sich von Insekten, die nur sechs haben. Viele Spinnen bauen kunstvolle Netze, um ihre Beute zu fangen. Auch Skorpione und Zecken gehören zu den Spinnentieren. Keine Angst, die meisten sind für uns völlig harmlos!

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Was sind Spinnentiere?

Spinnentiere (Arachnida) sind eine Klasse der Gliederfüßer. Zu ihnen gehören neben den eigentlichen Spinnen auch Skorpione, Weberknechte, Milben und Zecken. Allein von den Webspinnen sind weltweit über 50.000 Arten beschrieben, in Deutschland leben rund 1.000 davon. Spinnentiere sind Landbewohner, nur wenige Arten wie die Wasserspinne haben sich an das Leben unter Wasser angepasst.

Körperbau

Spinnentiere haben acht Beine und keine Fühler. Das unterscheidet sie deutlich von den Insekten, die sechs Beine und zwei Fühler besitzen. Ihr Körper gliedert sich in zwei Abschnitte: den Vorderkörper mit Beinen, Mundwerkzeugen und Augen und den Hinterleib. Vorne am Kopf sitzen die Kieferklauen, bei Spinnen meist mit Giftdrüsen verbunden. Die meisten Spinnen haben acht Augen, sehen damit aber oft nur Hell und Dunkel. Wie Insekten tragen Spinnentiere einen Außenpanzer und müssen sich häuten, um zu wachsen.

Spinnenseide und Jagd

Alle echten Spinnen können Seide produzieren. Sie entsteht in Drüsen im Hinterleib und tritt über die Spinnwarzen aus. Spinnenseide ist im Verhältnis zu ihrem Gewicht extrem reißfest. Viele Arten bauen daraus Netze, zum Beispiel die kunstvollen Radnetze der Kreuzspinne oder der Wespenspinne. Längst nicht alle Spinnen jagen aber mit Netzen: Springspinnen springen ihre Beute an, Wolfsspinnen laufen ihr hinterher, und Vogelspinnen lauern in ihren Wohnröhren. Spinnen können feste Nahrung nicht kauen. Sie spritzen Verdauungssaft in die Beute und saugen sie danach aus.

Fortpflanzung

Bei den Webspinnen sind die Männchen meist kleiner als die Weibchen und haben einen schmaleren Hinterleib. Zur Paarung nutzt das Männchen seine Kiefertaster, die Taster neben den Mundwerkzeugen: Es füllt sie mit Spermien und überträgt diese in die Geschlechtsöffnung des Weibchens. Dort kann das Weibchen die Spermien in einer eigenen Samentasche aufbewahren, bis es seine Eier befruchtet.

Spinnen legen Eier und hüllen sie in einen Kokon aus Spinnenseide. Viele Arten bewachen diesen Kokon, manche wie die Wolfsspinnen tragen ihn sogar mit sich herum. Die geschlüpften Jungspinnen sehen schon aus wie kleine Erwachsene. Oft bleiben sie im Gespinst, bis sie sich zum ersten Mal gehäutet haben.

Feinde

Zu den wichtigsten Feinden der Spinnen gehören Vögel und andere Spinnen. Die Spinnenfresser (Mimetidae) zum Beispiel ernähren sich vor allem von anderen Spinnen. Auch manche Wespen jagen Spinnen: Sie lähmen sie mit ihrem Giftstachel, bringen sie in ihr Nest und verfüttern sie dort an ihre Larven.

Skorpione, Milben und Zecken

Skorpione erkennt man an ihren großen Scheren und dem Schwanz mit Giftstachel. Sie leben vor allem in warmen, trockenen Gebieten und leuchten unter UV-Licht. Milben sind oft winzig klein und kommen fast überall vor, auch im Hausstaub. Zecken sind Blutsauger und können Krankheiten wie Borreliose oder FSME auf Menschen und Tiere übertragen.

Gefährlich oder nützlich?

Viele Menschen haben Angst vor Spinnen, manche sogar eine richtige Spinnenphobie. Dabei sind die allermeisten Spinnen für Menschen harmlos, weil ihre Kieferklauen unsere Haut nicht durchdringen oder ihr Gift zu schwach ist. Nur sehr wenige Arten weltweit sind für Menschen wirklich gefährlich. Werden Spinnen gestört, flüchten sie meist oder stellen sich tot. In Deutschland kann höchstens der Biss des Ammen-Dornfingers schmerzhaft sein. Dafür sind Spinnen sehr nützlich: Sie fressen jedes Jahr riesige Mengen an Insekten, darunter viele Mücken und Fliegen.