Tiere im Meer
Das Meer ist kein Kontinent, aber der größte Lebensraum unseres Planeten: Mehr als 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Meeren bedeckt. Hier findest du Tiere, die im Meer oder von ihm leben, von kleinen Garnelen bis zu den größten Tieren der Erde.
Fünf Ozeane, viele Lebensräume
Fachleute unterscheiden fünf Ozeane: den Pazifik als größten, den Atlantik, den Indischen Ozean, den Arktischen Ozean rund um den Nordpol und den Südlichen Ozean rund um die Antarktis. Doch Meer ist nicht gleich Meer. An den Küsten gibt es Felsen, Sandstrände und Wattflächen. In warmen, flachen Gewässern der Tropen wachsen Korallenriffe. Weit draußen liegt das offene Meer. Unterhalb von etwa 200 Metern beginnt die Tiefsee. Dort ist es fast oder völlig dunkel, das Wasser ist sehr kalt und der Druck des Wassers gewaltig.
Riesen der Meere
Der Blauwal ist das größte Tier der Erde. Der Walhai ist der größte Fisch, frisst aber vor allem winziges Plankton. Wale und Delfine sind keine Fische, sondern Säugetiere. Sie atmen Luft und müssen dafür immer wieder auftauchen. Der Pottwal jagt Tintenfische und kann dabei mehr als 1.000 Meter tief tauchen. Der Schwertwal, auch Orca genannt, ist die größte Art der Delfine. Große Weiße Haie jagen unter anderem Robben.
Bunte Korallenriffe
Korallen sehen aus wie Pflanzen oder Steine, sind aber Tiere. Sie gehören zu den Nesseltieren, sitzen fest am Untergrund und bilden Kolonien. In ihren Riffen leben viele verschiedene Tiere. Der Clownfisch wohnt zwischen den Fangarmen von Seeanemonen, beide ziehen Nutzen aus dieser Gemeinschaft. Beim Seepferdchen ist es umgekehrt als bei den meisten Tieren: Das Männchen trägt die Eier in einem Brutbeutel aus und bringt die Jungfische zur Welt. Meeresschildkröten verbringen fast ihr ganzes Leben im Wasser. Zur Eiablage kriechen die Weibchen meist nachts an einen Strand in der Gegend, in der sie selbst geschlüpft sind, und graben dort eine Grube für ihre Eier.
Leben in der Dunkelheit
In der Tiefsee gibt es kein Sonnenlicht und nur wenig Nahrung. Manche Fische und Bakterien erzeugen dort ihr eigenes Licht. Tiefsee-Anglerfische tragen eine Art Angel auf dem Kopf, an deren Ende ein leuchtender Köder hängt. Damit locken sie Beutetiere direkt vor ihr großes Maul.
Meere in Gefahr
Viele Fischgründe sind überfischt, und nach Schätzungen des Umweltbundesamts befinden sich 100 bis 142 Millionen Tonnen Müll in den Meeren, etwa drei Viertel davon Kunststoff. Wird das Wasser zu warm, können Korallen ausbleichen und absterben. Meeresschutzgebiete sollen helfen, die Tiere des Meeres zu erhalten.
Bekannte Tiere im Meer:Blauwal, Delfin, Weißer Hai, Schwertwal, Seepferdchen, Clownfisch